Anknüpfend an der Reihe der Interviews mit den Mitglieder des Redefluss Moskau möchte ich unseren nächsten Toastmaster vorstellen. Die Reihe ist an unserem erfahrensten Freund, der hilft uns nicht nur unsere Sprachkenntnisse auffrischen und verbessern sondern auch gute Redner zu werden.
1. Die erste Frage ist für allen gleich: Kannst du dich bitte vorstellen? Was machst du beruflich, welch Interessen hast du?
Clemens Maria Pohlmann, 70 Jahre alt, geboren in Osnabrück.
1971 bis 1974 Ausbildung zum Krankenpfleger.
1975 bis 1980 in verschiedenen Städten gewohnt und gearbeitet.
Nach einem kurzen Intermezzo als Erste-Hilfe-Ausbilder im Bereich der Krankenpflege in einem Heim für psychisch erkrankte Menschen bis zu meinem Renteneintritt tätig gewesen.
Zum Beispiel Modelleisenbahn – Mitherausgeber eines Radiomagazins. Bei Toastmasters bin ich eingetreten, um im Bereich Lebensberatung/Gesundheit mein Wissen besser kommunizieren zu können. Das hat sich gewandelt. Nun bin ich Toastmaster weil ich besssere Reden halten möchte und auch Anderen zu helfen bessere Rhetoriker zu werden.
2. Seit wann bist du ein Toastmaster? Wie bist du auf TM aufmerksam geworden? Und wie hast du den Redefluss Moskau gefunden?
Seit November 2019.
Über einen Artikel einer OnlineZeitung bei facebook.
Die Stadt Osnabrück hat “Botschafterinnen” in einigen Städten. Für eine Interviewreihe in Radio wollte ich herausfinden ob es in diesen Städten Toastmasterclubs gibt. Ich suchte einen Toastmaster-Club in Twer und fand den Redefluss Moskau.
3. Hattest du etwas vor der Mitgliedschaft im RFM erhofft? Sind deine Erwartungen erfüllt worden?
Es ist der Club meines Herzens.
Jeder Kontakt – jedes Treffen ist ein Gewinn.
4. Helfen dir die Fähigkeiten, die du bei den Toastmasters erworben hast? Kannst du ein Beispiel nennen?
Undedingt! Die Kommunikation mit anderen Menschen hat deutlich an Präzision und Tiefe gewonnen.
Mein Leben hat sich verändert. Freundschaften und Kontakte gewinnen an inhaltlicher Tiefe.
5. Als Angehoeriger einer anderen Kultur hast du Erfahrungen durch die Mitgliedschaft in anderen Klubs. Der RedeflussMoskau hat überwiegend russische Mitglieder. Wir haben eine andere Mentalität, ein anderes Temperament. Fühlst du diese Unterschied? Wenn ja. wie zeigen sich die Unterschiede?
Kulturelle Vielfalt ist mein Alltag. Bin ich doch mit einer Nicht-EU- Ausländerin verheiratet. Der Beginn meiner Zeit als Toastmaster ist fast identisch mit Corona. Alle Klubs waren online. Habe viele Klubs in D, A und CH sowie deutschsprachige Klubs in Europa besucht und natürlich auch Rollen übernommen. Es gibt wohl Unterschiede. Ich traf Menschen wie du und ich. Hoch lebe die Unterschiedlichkeit. Sie bringt uns als Menschen einerseits in die Tiefe der Gefühle, andererseits in die Höhen der Emotionen.
6. Hast du Probleme die mit Mitgliedschaft in RFM verbunden waren? Wie hast du sie überwunden?
Nein.
7. Wenn du zurückblickst und reflektierst und mit deiner Situation jetzt vergleichst? Hast Toastmasters dich irgenwie beeinflusst? Kannst du teilen, wie hast du geändert?
In meinem Leben habe ich in meiner Einstellung wie ich mein Leben leben möchte und mit welchen Einstellungen ich mir selbst und der Welt begegne kleinere und grössere Veränderungen gegeben,
Bei Toastmasters gibt es die Grundwerte Integrität, Respekt, Hilfe für Andere und Exelente Qualität. Ich habe mich mit diesen Werten beschäftigt. Dann habe ich sie bearbeitet und verinnerlicht. Die Folgerichtigkeit: Ich habe mich verändert. “Wenn ein Mensch sich auf die Reise begibt sich zu verändern, das wirkt auf sein Umfeld. Präzise das Umfeld ändert sich.
8. Hast du eine Lieblingsrolle? Gibt es seine Rolle die du nicht so gern übernimmst? Wenn ja. Worum magst du sie und magst du sie nicht?
Mein erstes Lernziel war es alle Rollen die in einem Treffen notwendig sind, sicher ausfüllen zu können. Hier eine Auswahl:
- Zeitnehmer: Gefühl für die Zeit entwickelt.
- Füllwortzähler: Verwendung um 95% vermindert
- Sprachstilbewerter wird in den Klubs und dem jeweiligen Toastmaster unterschiedlich ausgeführt. Im englischen Original heisst es “Grammarian” (Grammatiker). In der Schweiz “Sprachhüter”.
- Stegreifredenmoderation: Gute Fragen präzise formulieren und doch kurz zu fassen.
- Toastmaster des Abends in 16 Klubs gemacht. Unendlich wertvolle Erfahrungen.
- etc.
9. Gibt es Rolle oder Aufgabe im RFM, die du noch nicht übergenohmen\erfüllt hast, aber du möchtest das in Zukunft machen?
Witz des Abends. Die schwerste Rolle. Humor auf der Bühne ist die absolute Köngsdisziplin. Werde ich nie übernehmen. Es gibt nichts Ernsteres als den Spass.
10. Was reizt dich am RFM?
Der Klub meines Herzens.