Найти в Дзене
7 KADR

Die Konstruktion des Dramas

Sam Taylor-Johnson, renommierter Fotograf und umstrittener Filmemacher mit offenbarem Stil, war der Untreue von James Frey in seiner Novellierung seiner Memoiren treu. Die feine Linie, die die Autofiktion allzu oft vom Memoirenbuch mit zu vielen Freiheiten in der Konstruktion von Erinnerungen trennt, erlebte einen exemplarischen Moment mit dem Fall von James Frey, Autor von A million little pieces (2003), einem Band, in dem der junge Ex-Drogenabhängige an seinen dramatischen Aufenthalt in einer Entgiftungsklinik erinnerte. Dass Jahre später und nach intensiver Recherche durch die Presse Frey zugeben musste, dass vieles, was in seinem Buch erzählt wurde, ein Produkt seiner Erfindung war, eine Art Idealisierung der eigenen Kraft, um bei seinem Reinigungsprozess zu helfen, kein Hindernis für seine Arbeit war, blieb unter den Bestsellern. Oder sogar so, dass jetzt ein Film veröffentlicht wird, der nicht genau auf Freys Realität basiert, sondern auf dieser parallel
https://pixabay.com/ru/photos/галстук-настройка-регулировка-690084/
https://pixabay.com/ru/photos/галстук-настройка-регулировка-690084/

Sam Taylor-Johnson, renommierter Fotograf und umstrittener Filmemacher mit offenbarem Stil, war der Untreue von James Frey in seiner Novellierung seiner Memoiren treu.

Die feine Linie, die die Autofiktion allzu oft vom Memoirenbuch mit zu vielen Freiheiten in der Konstruktion von Erinnerungen trennt, erlebte einen exemplarischen Moment mit dem Fall von James Frey, Autor von A million little pieces (2003), einem Band, in dem der junge Ex-Drogenabhängige an seinen dramatischen Aufenthalt in einer Entgiftungsklinik erinnerte.

Dass Jahre später und nach intensiver Recherche durch die Presse Frey zugeben musste, dass vieles, was in seinem Buch erzählt wurde, ein Produkt seiner Erfindung war, eine Art Idealisierung der eigenen Kraft, um bei seinem Reinigungsprozess zu helfen, kein Hindernis für seine Arbeit war, blieb unter den Bestsellern. Oder sogar so, dass jetzt ein Film veröffentlicht wird, der nicht genau auf Freys Realität basiert, sondern auf dieser parallelen fiktiven Realität, die der Autor selbst errichtet hat.

Sam Taylor-Johnson, ein renommierter Fotograf und bildender Künstler und fragwürdiger Filmemacher mit offensichtlichem Stil in der Gestaltung ihrer Bilder, ist sich der dramatischen Kraft der in In a Thousand Pieces erzählten Episoden bewusst und hat Freys Untreue in seiner Novelization seiner Erinnerungen treu geblieben, und einige der spezifischen Episoden, die der Autor verzerrt hat, werden in seiner Adaption für die Großleinwand wiederholt. Es ist ein Film und es war daher eine weitere Möglichkeit.

Vielleicht sieht man einen Kinoklassiker wie Someone flog über das Kuckucksnest, Taylor-Johnson konstruiert über Frey eine wertvolle Reihe von Porträts, Bewohner eines Mikrokosmos der Selbstzerstörung und des Einschlusses einer bestimmten Kralle, mit zwei interessanten Besonderheiten: der Bau von Charakteren mit nur wenigen Skizzen, und die Vielfalt des Ganzen, mit Elitesportlern, Richtern, Prostituierten, Menschen hoher Abstammung und Lumpen, die bestätigen, dass Kokain, Crack, Nadeln und Whiskey bis Tonnen nicht verstehen soziale Schichten.

Ein kollektives Bild, das uns manchmal auch an die jüngste Erased Identity erinnert, einen interessanten Film von Joel Edgerton, der in einer Entgiftungsklinik für Homosexualität spielt! Die Fähigkeit, Taylor-Johnsons vorgefertigtes Drama, das unter seinem wirklichen Namen Sam Taylor-Wood bekannt ist, bis zu seiner Heirat mit dem Schauspieler Aaron Taylor-Johnson, dem Protagonisten von In a Thousand Pieces und seinem ersten Spielfilm, dem Beatle Nowhere Boy (2009), darzustellen, wird durch eine großzügige und berühmte Fotoserie von Filmstars mit Tränen in den Augen und dem zerstückelten Rictus Crying men, die 2004 sowohl in einer Ausstellung als auch in einem Buch entwickelt wurde, mehr als deutlich. Und obwohl er mit seiner Filmadaption von 50 Schatten von Grau (hätte jemand gerettet werden können?) abgesprungen ist, verdichtet sich sein kraftvoller, oft traumhafter Fotostil in seinem neuen Film mit starken Sequenzen, und die letzte und metaphorische Aufnahme ist ein gutes Beispiel.

Denn der Stamm der dramatischen Konstruktionsmethoden und Charaktere bleibt die Tatsache, dass mindestens drei der vom Regisseur (oder Produzenten) ausgewählten Personen, die Alkoholiker und Drogenabhängige in der Fiktion spielen, ihr wirkliches Leben in echten Entgiftungskliniken verbracht haben: Billy Bob Thornton, Juliette Lewis und Giovanni Ribisi.