Wir haben uns geschrieben. Was soll man einer Göttin per Brief sagen? Ich konnte den Ton nicht finden. Ich war großmütig und verwirrt. Im Gegenzug erhielt ich einige für die Wahrheit unbedeutende Postkarten. Henriette war schlecht gelaunt. Doch sein Haus war voller Freunde. Der fröhliche Kreis des letzten Jahres hatte sich reformiert. Alleine habe ich es verpasst. Anfang September kehrten wir endlich zurück. Als sich die Stunden näherten, als ich Henriette wiedersehen musste, war ich besorgt. Ich brannte, um die Tage vorwegzunehmen, zu ihr zu rennen, mich auf die Knie zu werfen, und gleichzeitig drückte eine schmerzhafte Besorgnis mein Herz. Ich hatte Angst vor diesem Treffen, ich weiß nicht, was für ein Schock, was für eine unerträgliche Wunde. Am liebsten hätte ich eine weitere Minute aufgeschoben, die ich mit so viel Fieber erwartet hätte. Wir kamen eines Morgens an. Am späten Nachmittag ging ich zu unseren Nachbarn. Von weitem sah ich Madame Maure unter den Linden in der Nähe de