Найти тему
Baltische Welle

Wie will der Westen die Russen überlisten?

Wie will der Westen die Russen überlisten?

Der russische Politologe Markow kommentierte den bevorstehenden Friedensgipfel, der Mitte Juni in der Schweiz stattfinden soll und an dem wohl mindestens 80 Staaten teilnehmen. Er hat in Erfahrung gebracht, dass sich wenige Stunden vorher die G7-Staaten in Italien treffen werden. Dort wird beschlossen, wie es in der Ukraine weitergeht. Mit diesem gemeinsamen Vorschlag geht man dann in die Schweiz und die dort anwesenden Staaten haben nur noch zuzustimmen. Russland ist nicht eingeladen und kann somit nicht zustimmen. Somit wird Russland keinem der vier Programmvarianten zustimmen, die der Politologe Markow jetzt zur Beschlussfassung dieser Ukraine-Konferenz sieht. Russland hat auch schon erklärt, dass es sich für diesen Ukraine-Gipfel nicht interessiere und die Ergebnisse auch nicht anerkenne. Wozu er also stattfindet, bleibt unklar.

Sergej Markow hat vier Szenarien beschrieben, die nach der Vorstellung des Westens möglich wären, um einen Friedensschluss zu erreichen:

Die erste Variante beinhaltet die Fortsetzung der Kampfhandlungen gegen Russland in der Form wie bisher und Akzeptanz der „Friedensformel Selenski“.

Die zweite Variante ist der Vorschlag an Russland zur Einfrierung des Konflikts und Entscheidungen ähnlich wie in Korea – also die Festschreibung der Grenzlinien an den Orten, an denen real die Frontlinie verläuft. Man könnte dieses Dokument dann auch als „Minsk-3“ ansehen.

Die dritte Variante ist ein „Kalter Frieden“. Dies wäre dann eine Art Vertrag, so wie er bereits im März 2022 in der Türkei ausgehandelt worden war.

Die vierte Variante sieht eine Eskalation des Krieges unter Einsatz von Soldaten der NATO-Länder in der Ukraine vor.

Es müsste noch eine fünfte Variante geben, um Russland zu interessieren: Einstellung aller Kampfhandlungen in der Ukraine, Demilitarisierung aller ukrainischen Strukturen, Entnazifizierung aller Regierungsstrukturen, Erklärung der Neutralität der Ukraine, Verhaftung oder Flucht aller Entscheidungsträger der jetzigen Ukraine. Selbstredend, dass auch die westlichen Strukturen das Land zu verlassen haben.

Aber lassen wir noch schnell Dmitri Peskow, den Pressesprecher des russischen Präsidenten zu Wort kommen. Dieser meinte, dass nach dem Ende der Kampfhandlungen in der Ukraine, man sich wieder der Thematik Westeuropa zuwenden werde. Natürlich wird es zukünftig Beziehungen zu den Ländern geben, die heute Krieg gegen Russland führen. Aber diese Beziehungen werden sich kardinal von denen unterscheiden, die man bisher hatte. Das was früher war, kann komplett vergessen werden.