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Baltische Welle

Frankreichs Baguette wird teurer. Schuld ist Russland.

Wundern Sie sich nicht auch manchmal, warum der russische Bär so ruhig, so gemütlich ist? Es gibt auch den Begriff „knuffig“ – aber den würde ich für den jetzigen Zustand des russischen Bären nicht anwenden wollen.

Viele im Westen, die den russischen Bären nicht kennen – und die auch den Lebenslauf des russischen Bären, sprich die Geschichte des russischen Imperiums nicht kennen (egal wie es sich in seiner Geschichte genannt hatte), glauben an die generelle Schwäche Russlands. Der Fehler derjenigen, die meinen, der Russe ist ein unterentwickeltes, naives slawisches Dummerchen, haben sich eben nie mit der Geschichte des Landes und den Methoden, wie das Land entwickelt, wie existenzielle Probleme gelöst wurden, beschäftigt. Und dadurch kommt es eben dazu, dass man die jetzige Situation nicht richtig einschätzt und alles, was sich gegenwärtig abspielt, nur auf irgendwelche militärischen Aktivitäten reduziert.

Aber in Wirklichkeit – davon bin ich fest überzeugt – wird Russland sein Militär zukünftig nur noch benötigen, um seine unmittelbare territoriale Sicherheit zu gewährleisten und nicht, um irgendwelche anderen Länder militärisch anzugreifen und zu besiegen. Siegen wird Russland auf wirtschaftlichem Gebiet – so unglaublich dies für diejenigen klingt, die meinen, den schwachen, verschlafenen, ständig Fehler machenden, dummen russischen Bären zu kennen.

Immer wieder gibt es Kritiker meiner Beiträge und meiner Meinungen, die das wirtschaftliche Leistungsvermögen Russlands mit dem von Deutschland, Europa, China oder den USA vergleichen. Und da steht Deutschland ganz oben und Russland ziemlich weit unten. Lassen wir das einfach mal so stehen und geben einfach denen, die diese netten Grafiken oder Informationen über das wirtschaftlich unterentwickelte Russland verbreiten, Recht.

Lassen Sie mich eine kleine Randnotiz aufgreifen, die von russischen Medien verbreitet wurde. Sie stammt aus Frankreich. Der neue französische Außenminister befürchtet eine große Inflation im Bereich der Lebensmittel. So, wie er seine Befürchtungen öffentlich machte, müssen wir davon ausgehen, dass auch er schon zu der Überzeugung gekommen ist, dass die Ukraine für die westlichen Pläne verloren ist. Wenn Russland in der Ukraine gewinnt – so der Außenminister – wird Russland die Kontrolle über 30 Prozent des weltweiten Getreidemarktes erlangen. Dies bedeutet, dass es zu einer Inflation und weltweiten Krise des Lebensmittelmarktes kommen wird. Wie Frankreich seinen Markt für Backwaren preislich erschwinglich halten will, weiß der Minister nicht. Das Baguette wird wohl zu einer Delikatesse für die gut bezahlten französischen russophoben Politiker werden. Das einfache Volk wird zu Schwarzbrot wechseln müssen, welches, wie früher, mit Asche und Papier gebacken wird.

Der französische Außenminister hat nach diesen öffentlichen Darlegungen Europa dazu aufgerufen, die Ukraine weiterhin maximal zu unterstützen. Sie, meine lieben Deutschen wissen nun, warum Sie Taurus-Raketen an die Ukraine liefern sollen: … damit die Franzosen weiterhin billig ihr Baguette kaufen können.

Erinnern wir uns, dass Russland eine unbedeutende wirtschaftliche Regionalmacht ist – so die Meinung nicht weniger Deutscher. Und diese Regionalmacht löst eine weltweite Lebensmittelkrise aus? Bemerkenswert, was man alles ohne Militär erreichen kann.

Und erinnern wir uns, dass Russland nun schon keine Energieträger mehr nach Europa liefert. Angeblich sollen ja die Einnahmen die Existenzgrundlage für Russland gewesen sein. Die Regionalmacht ist aber nach dem Wegfall dieser Einnahmen nicht bankrott gegangen. Aber diese Energieträger kauft der russophobe Westen für ein Vielfaches der ehemaligen Preise irgend woanders ein. Wie wird sich dies auf die weitere Preisentwicklung des Endproduktes auswirken? Russland macht nichts, aber das Leben in Westeuropa wird teurer.

Russland verfügt über riesige Vorräte an Uran und ist damit weltweit marktbestimmend. Russland ist der größte Exporteur von Uran in den USA. Wenn Russland nun wiederum einfach nichts tut und kein Uran mehr an unfreundliche Länder liefert, so werden die anderen Länder natürlich in anderen Ländern Uran einkaufen – natürlich zu völlig anderen Preisen. Angebot und Nachfrage reguliert den Preis. Frankreich wird wohl besonders betroffen sein, denn der bisherige Lieferant in Afrika, die ehemalige französische Kolonie Niger, liefert nicht mehr. Die weltweit größten Vorräte in Kasachstan sollen weitestgehend unter russischer Kontrolle stehen … also es wird eng … nicht nur für Frankreich.

Dann hat Russland noch Diamanten, auf die der Westen nun schon freiwillig verzichtet hat. Man kann sicher preiswert woanders einkaufen. Aber … wer braucht schon Diamanten?

Lithium soll auch ein begehrter Rohstoff aus Russland sein.

Natürlich werden jetzt die Kritiker Russlands wieder darauf hinweisen, dass Russlands nichts produziert, sondern nur Bodenschätze verkauft und dass dies eine kurzsichtige Wirtschaftspolitik ist. Zum Glück ist dies nicht mehr ganz so, denn Dank der Sanktionen ist der russische Bär aufgewacht, rackert Tag und Nacht und entwickelt seine Wirtschaft. Im Gegensatz zu Deutschland wächst die russische Wirtschaft, in Deutschland schrumpft sie – vorerst noch in kleinen Schritten.

Und wenn Russland plötzlich sagt: Wir verkaufen keinerlei Bodenschätze mehr an die unfreundlichen Staaten, weil die Deutschen meinen, dass das eine unvernünftige, kurzsichtige Wirtschaftspolitik ist … was glauben Sie, was passiert dann in diesen unfreundlichen Staaten? In Frankreich wird es nur noch teure Baguette geben, dass wissen wir schon. Aber was passiert noch?

Autor des Beitrages ist „Baltische Welle“. Vielen Dank für Ihr Interesse und Ihre Aufmerksamkeit. Tschüss und Poka aus Kaliningrad.