Pi hat dein Leben verändert: Du wurdest berühmt, indem du 22.514 Dezimalstellen für fünf Stunden und neun Minuten rezitiert hast. Warum fasziniert dich diese Zahl so sehr, ob du sie mit Mona Lisa oder einer Mozartsinfonie vergleichst? Für mich ist Pi ein gigantisches digitales Gedicht, das von allem spricht, per Definition, da es unendlich ist. Wenn ich diese Farben, diese Emotionen, diese Texturen wahrnehme, sehe ich sie auch als einen Sinn, eine Geschichte, die entsteht, jedenfalls, die ich auf diesen Figuren aufbaue. Ich wollte die Geschichte erzählen, dieses Gedicht vor einem Publikum rezitieren, das absolut weder mathematisch noch synästhetisch* war: Putzfrauen, Arbeiter, Jugendliche, es gab alles in Oxford, in diesem Raum des Mathematikmuseums. Neben der Erfahrung selbst, voller Konzentration und Meditation, hat mich dieses Teilen tief berührt. Diejenigen, die mir zugehört haben, folgten diesem Gedicht sehr genau, hörten es mit großer Aufmerksamkeit, wurden selbst berührt, indem
Interview mit Daniel Tammet: Von Synästhesie bis Poesie
3 октября 20193 окт 2019
3 мин