Es war ein früher Morgen. Aber durch das schmale Fenster der Kaserne konnte man bereits den ersten Sonnenstrahl sehen, der beharrlich und entschlossen durch den nebligen Dunst wanderte. Rainer sah ihn müde an. Wieder eine schlaflose Nacht. Der Kerl rieb sich verärgert die Augen, als könnte ihn das irgendwie aufheitern. Er hatte die dritte Nacht in Folge nicht geschlafen und immer wieder versucht, seine Kräfte für einen entscheidenden Schritt zu sammeln. Rainer verstand, dass diesmal seine Untätigkeit zu lang war und wütend auf sich selbst war. Der Gedanke an das, was getan werden sollte, erschreckte ihn. Gewohnheitsmäßige Entschlossenheit, Mut und unerschütterliches Selbstbewusstsein brachen sofort über die raue Realität und zwangen Brown, wiederholt eine ungewöhnliche Passivität für ihn zu zeigen. Rainer war von Natur aus ein geborener Krieger, und kein Hindernis konnte ihn aufhalten. Aber jetzt ging es um eine so heikle und heikle Sache wie die Gefühle einer anderen Person und die An