Das Zwischengrau ist weder gefärbt noch hell oder dunkel. Es verursacht keine Aufregung und ist frei von jeglicher mentaler Tendenz. Grau ist Neutralität, es ist kein Subjekt oder Objekt, es ist nicht äußerlich oder innerlich, es ist keine Spannung oder Entspannung. Grau ist nicht das Territorium, in dem man leben kann; es ist nur eine Grenze: Die Grenze ist wie ein Niemandsstreifen, die Grenze ist wie eine Kontur, als Trennlinie, als abstrakte Teilung für die Teilung von Gegensätzen. Wenn im Test der graue Rand an erster Stelle steht, will man sich nicht wissen lassen, sich vor allen möglichen Einflüssen schützen, um unverwüstlich zu bleiben. Wer Grau an die letzte Stelle setzt, will alles näher an sich heranbringen, was von anderen als Einmischung in ihre Angelegenheiten angesehen werden kann. Er findet graue Langeweile und verdrängt seine unbelebte Ruhe auf den letzten Platz in der Reihe. Er bevorzugt alle anderen ausgefallenen Farben zusammen mit ihrer umstrittenen Spannung, da s