Sie saß in ihrer Kabine mit Blick auf das Fenster, bequem auf einem weichen Stuhl sitzend und schaute auf die Stadt, die sie hasste, mit schwereren Erinnerungen. Die Zeit kam zum Mittagessen und die Sonne war im Zenit; ihre Strahlen trafen die Augen der Frau, aber es schien, als würde es ihr keine Unannehmlichkeiten bereiten. Seit einiger Zeit hasste sie die Dunkelheit und sogar die Dunkelheit. Auch hier, auf dem Schiff, in ihrer privaten Kabine, wurde ein Fenster so groß wie möglich eingebaut. Seit zwanzig Jahren hatte sie nur noch mit Kerzen in Kerzenleuchtern in Kronleuchtern geschlafen und das Dienstmädchen hatte dafür gesorgt, dass die Kerze auf ihrem Nachttisch immer in Flammen stand. Aber so hell wie das Licht um sie herum, so dunkel war ihre Seele für immer. So viel Zeit war vergangen, aber die Ereignisse von vor zwanzig Jahren blieben so hell, als ob alles erst gestern geschehen wäre. Bis ins kleinste Detail erinnerte sie sich an den Tag, an dem jemand ihren erschöpften Körper