Einseitige Strafmaßnahmen wie Zölle und Handelserschwernisse – wie jüngst gefordert – könnten erst der Anfang einer dramatischen Entwicklung sein: Wir sollten ernsthaft besorgt sein, dass es zu einer weltweiten Konfliktspirale zwischen den USA und der EU und letztlich auch Asien kommen wird. Das Einzige, was uns weiterbringt, ist ein Konfliktmanagement mit ruhiger Hand, aber deutlichen Signalen. Denn Protektionismus schadet der weltweiten Ökonomie auf ihrem Weg in ein globales, vernetztes Produktions- und Technologie-Ökosystem. Die aktuelle Metamorphose hin zur nächsten Evolutionsstufe der Industrialisierung mit einer weltweit verteilten, vernetzten Produktion – analog dem World Wide Web in der Datenverarbeitung – kann mit kurzsichtigen Begrenzungen einzelner Staaten nicht funktionieren. Über die wirtschaftlichen Folgen hinaus leiden unter einem gegenseitigen Protektionismus-Wettrüsten letztlich auch Wissenschaft und Forschung. Beide Bereiche sind längst global verknüpft und wir al